„Kunst erleichtert die Kommunikation.
Das mag sich paradox anhören, weil Kunst eine eigene Formsprache besitzt, und der Zugang zu Kunst wie das Sprechen darüber in der Regel als eher schwierig gilt. Die Rezeption von Kunst und künstlerischem Ausdruck, das wissen wir spätestens seit Bordieu, ist nicht vorraussetzungslos, sondern abhängig von kulturellen Recourcen (vgl. Bordieu 2003). Auch stellen sich die erwünschten kommunikativen Effekte natürlich nicht automatisch ein, sie sind häufig eine Frage von künstlerischer Qualität und anderer
Faktoren, auf die man nicht immer Einfluss hat. Dennoch bieten Kunst oder künstlerische Formen vielfältige Anlässe und Mittel alternativer Betrachtungsweisen, die die Grenzen herkömmlicher Diskurse sprengen können. Professioneller Kulturvermittlung sollte es deswegen darum gehen, den „MÖGLICHKEITSSINN“ zu trainieren.
Den „Möglichkeitssinn“ hat Robert Musil als die Fähigkeit definiert,
„alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist,
nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist“ (Musil 2002:16)
Gesamt aus: Birgit Mandel, Kulturvermittlung
... Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt ...
(A. Einstein)
Die Gesellschaft braucht Kultur ...
Kreativität und Kultur braucht Frei(e)räume ...